Die fünf häufigsten Abmahngründe

Häufig kommt es zu Konflikten am Arbeitsplatz, die zu Abmahnungen durch den Arbeitgeber führen. Diese sind sehr wirksam, um einem Arbeitnehmer sein Fehlverhalten zu demonstrieren und ihm die Konsequenzen vor Augen zu führen. Für eine Abmahnung gibt es zahlreiche Gründe, die häufigsten werden im Folgenden kurz vorgestellt.

1. Unpünktlichkeit

Unpünktlichkeit kann generell ein Abmahngrund sein, da der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung zu erbringen hat. Die Gründe für die Verspätung spielen dabei jedoch auch eine Rolle, so besteht ein Unterschied zwischen häufigem Verschlafen oder einem Unfall auf dem Arbeitsweg, der die Unpünktlichkeit verursacht. Gelten im Unternehmen flexible Arbeitszeiten, werden diese in der Regel nachgeholt. In den meisten Fällen erteilen die Arbeitgeber nicht sofort eine Abmahnung, sondern suchen zunächst das Gespräch mit dem Mitarbeiter. Bei Extremfällen, beispielsweise bei mehrfachem unentschuldigten Zu-Spät-Kommen, ist es sinnvoll, Abmahnungen zu erteilen.

2. Private Internetnutzung am Arbeitsplatz

Generell ist die private Internetnutzung am Arbeitsplatz nur gestattet, wenn der Arbeitgeber dies erlaubt und dadurch die Arbeitspflicht nicht verletzt wird. Verstößt der Arbeitnehmer gegen ein ausdrückliches Verbot, das beispielsweise durch den Arbeitsvertrag festgesetzt ist, ist es dem Arbeitgeber gestattet, bei konkretem Verdacht auf einen Verstoß stichprobenartige Kontrollen durchzuführen und den Arbeitnehmer ggf. abzumahnen.

3. Krankfeiern

Etwa 10% der Deutschen bleiben gelegentlich von der Arbeit fern und geben eine Krankheit als Ausrede an. Auch bei diesem Verhalten handelt es sich um einen Abmahngrund. Der Arbeitgeber hat dabei das Recht, ärztliche Atteste anzuzweifeln, etwa wenn das Krankfeiern angekündigt wird, sich bestimmte Muster abzeichnen oder der Arbeitnehmer an diesem Tag bei anderen Tätigkeiten beobachtet wird. Entscheidet sich der Arbeitgeber für eine milde Konsequenz, wird er eine Abmahnung aushändigen, ansonsten kann er auch die direkte Kündigung aussprechen.

4.Mobbing

Wird eine Person über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder schikaniert, diskriminiert oder angefeindet, spricht man von Mobbing. Es handelt sich dabei auch um ein häufiges Phänomen am Arbeitsplatz. Die Arbeitnehmer sind dadurch unproduktiver, von Depressionen betroffen und öfter krankgeschrieben. Um dies zu verhindern, muss in jedem Fall eine schriftliche Abmahnung gegen denjenigen Angestellten ausgesprochen werden, der einen Kollegen oder eine Kollegin systematisch mobbt.

5. Alkohol am Arbeitsplatz

Obwohl es im Arbeitsrecht grundsätzlich kein Verbot gegen Alkoholkonsum am Arbeitsplatz gibt, kann der Arbeitgeber ein Alkoholverbot anordnen. Wird dieses Verbot von einem Arbeitnehmer missachtet und erscheint dieser alkoholisiert zur Arbeit oder konsumiert Alkohol während der Arbeitszeit, hat der Arbeitgeber das Recht, eine Abmahnung auszusprechen. Kommt es zu häufigeren Verstößen, kann auch eine Kündigung erfolgen.


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