• Fachanwaltskanzlei für Arbeitsrecht und Versicherungsrecht

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Vollkasko und Trunkenheit

Die Vollkaskoversicherung reguliert Schäden, die man selbst am eigenen Fahrzeug durch Unfall verursacht hat. Probleme treten hierbei häufig auf. Ein großer Problemkreis ist die Trunkenheitsfahrt.

Betrunken Autofahren ist keine gute Idee. Wer betrunken Auto fährt führt in der Regel „grob fahrlässig“ den Versicherungsfall herbei. Bei grober Fahrlässigkeit hat der Versicherer nach dem Gesetz ein Kürzungsrecht. Auf dieses Kürzungsrecht verzichten manche Versicherer, so zum Beispiel die Allianz, andere Versicherer aber nicht. Allerdings verzichten die Versicherer dabei nicht auf ihr Kürzungsrecht bei grober Fahrlässigkeit, wenn die Herbeiführung des Versicherungsfalles infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel erfolgte.

Das bedeutet, dass wer betrunken Auto fährt und grob fahrlässig den Versicherungsfall herbeigeführt hat, dieser mit einer Kürzung seiner Ansprüche rechnen muss bis hin zu einer 100%igen Kürzung. Das bedeutet, dass trotz bestehender Vollkaskoversicherung nichts vom Versicherer bezahlt zu werden braucht. Die Allianz verzichtet im Übrigen, dies nur der Vollständigkeit halber, auch nicht auf die Einwendung der groben Fahrlässigkeit bei Entwendung des Fahrzeuges.

Grobe Fahrlässigkeit in der Vollkaskoversicherung

Ansonsten ist die grobe Fahrlässigkeit kein Problem bei den Vollkaskoversicherungen, die auf ihr Kürzungsrecht verzichten. Bei den Versicherern, die auf ihr Kürzungsrecht nicht verzichten, muss man darauf achten., dass man die richtigen Reifen im Winter aufgezogen hat, nicht zu schnell gefahren ist, nicht über Rot gefahren ist, sich nicht hat ablenken lassen durch Handy oder ähnlichen Dingen. Ansonsten wird je nach Schwere des Verschuldens, also der Schwere der groben Fahrlässigkeit, die Entschädigung gekürzt.