Generali Gebäudeversicherung Überschwemmung

4. August 2014

Der Mandat kauft ein Büro- und Wohnhaus. Er beantragt bei seinem Versicherungsvermittler am 24.5. Versicherungsschutz ab sofort, auch für Überschwemmungsschäden. Der Versicherungsagent erteilt vorläufige Deckung. Wegen Prämienfindung unterbleibt die Absendung des Antrages zum Versicherer. Am 4.8. kommt es zum Überschwemmungsschaden. Am 9.8. wird das Datum auf den Antrag gesetzt, die Prämie eingesetzt und der Antrag vom Vermittler an die Generali abgesandt. Der Versicherungsschein kommt einige Zeit später an. Generali will nichts zahlen, weil sie behauptet, es sei keine vorläufige Deckung erteilt worden und  das Überschwemmungsrisiko sei nicht versichert worden, schon gar nicht in der vorläufigen Deckung. Obwohl der eigene Vermittler aber genau das seit Anbeginn selbst gegenüber der Generali bestätigt, wird nicht bezahlt. Schaden beträgt rund 140.000 € nach eigener Berechnung des Mandanten. Erste Instanz wird dem Grunde nach gewonnen – d.h. die Generali muss zahlen, nur die Höhe müsste noch durch Sachverständige geprüft werden. Dagegen geht Generali in Berufung – und verliert erneut voll. Jetzt müsste das Landgericht zur Höhe entscheiden, vorher einigen sich die Parteien auf die Zahlung von rund 130.000 € und Übernahme aller Kosten durch die Generali. RA Wittig hat diesen Prozess geführt.