Unfallversicherung: AXA zahlt € 92.150 (statt nix!)

27. September 2019

Der Fall zeigt eindrucksvoll, wie Versicherer agieren, um sich berechtigten Forderungen Ihrer Versicherungsnehmer zu entziehen.

Nach einem Unfall wurde das Bein unseres Mandanten in der Mitte des Oberschenkels amputiert. Der Versicherer hat daraufhin den Unfallversicherungsvertrag wegen Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht angefochten und ist hilfsweise vom Vertrag zurückgetreten und hat die Regulierung abgelehnt.

Unser Rechtsanwalt Piontek hat gegenüber der AXA in 12 Seiten erklärt, dass die Anfechtung unhaltbar ist, ebenso wie der Rücktritt vom Vertrag. Die AXA akzeptierte! Anstatt dann ordnungsgemäß zu regulieren, veranlasste die AXA ein Sachverständigengutachten, das schon wieder 10.000 € zu wenig an Entschädigungssumme ermittelte. Ein erneutes Schreiben von unserem Rechtsanwalt Piontek war vonnöten, dann erfolgten auch die weiteren 10.000 €. Auch das Unfallkrankenhaustagegeld wurde nicht reguliert, erst nach Aufforderung durch – wen wundert es – Rechtsanwalt Piontek. Insgesamt zahlte die AXA letztlich 92.150 € statt nichts.

Der ganze Fall findet sich in unserer Urteils-Datenbank unter Unfallversicherung, dort befindet sich auch der Link zum Ablehnungsschreiben samt Anfechtungserkläung der AXA, unserem 12-seitigen Schriftsatz und der weiterer Korrespondenz.