Unter Druck ausgesprochene Eigenkündigung des Arbeitnehmers führt zur Sperrzeit

Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen hat am 28.02.2005, AZ L 19 (9) AL 117/03 ent-schieden, dass ein Arbeitnehmer, der das Arbeitsverhältnis kündigt, um eine vom Arbeitgeber an-gedrohte fristlose Verdachtskündigung zu verhindern, eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld erhält. Der Arbeitnehmer hat in diesem Fall seine Arbeitslosigkeit schuldhaft selbst herbeigeführt, wenn er die ihm vorgeworfene Straftat tatsächlich begangen hat. Hat er die vorgeworfene Straftat tatsächlich nicht begangen, kommt eine Sperrzeit trotzdem in Betracht, da sich hiergegen der Arbeitnehmer in zumutbarer Weise zur Wehr zu setzen hat.