Fristlose Kündigung bei Bedrohung eines Vorgesetzten

Das Arbeitsgericht Köln hat am 21.03.07 (Az. 7 TaBV 38/06) entschieden, dass wenn ein Arbeitnehmer seinem Vorgesetzten sagt: "Wenn du zum Chef gehst, dann kriege ich dich draußen und steche dich ab", ist das eine Bedrohung und das Verhalten ist grundsätzlich geeignet, eine arbeitgeberseitige Kündigung aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zu rechtfertigen, und zwar ohne dass es vorher einer einschlägigen Abmahnung bedurfte. 

Anderes kann nur gelten, wenn sich die Erklärung als offensichtliche Scherzbehauptung entpuppt. Wenn jedoch die Äußerung, welche die Bedrohung enthält, von einem außenstehenden Dritten in der Lage des Erklärungsempfängers ernst zu nehmen war, ist die fristlose Kündigung auch ohne vorherige Abmahnung gerechtfertigt.