Urteile

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Arbeitsgericht Krefeld, 2 Ca 2010/12

Kurz vor Silvester kommen immer wieder Fragen hinsichtlich der Nutzung von Feuerwerkskörpern in Unternehmen auf. Grundsätzlich dürfen bei der Benutzung von Feuerwerkskörpern Dritte nicht gefährdet werden. Wer das als Arbeitnehmer nicht berücksichtigt, riskiert die fristlose Kündigung. So hat z. B. das Arbeitsgericht Krefeld (AZ: 2 Ca 2010/12) entschieden, dass der Arbeitnehmer, der einen Böller in einer Dixi Toilette gezündet hat, obwohl sich dort ein Kollege befand, fristlos entlassen werden durfte. Der Mitarbeiter verletzte sich bei der Explosion, zog sich Verbrennungen am Oberschenkel, im Genitalbereich und an der Leiste zu und war drei Wochen arbeitsunfähig.

Unklar blieb, ob der Arbeitnehmer den Böller aus Versehen zur Explosion brachte oder absichtlich. Dem Arbeitsgericht war das egal. Dass der nicht sachgerechte Umgang mit Feuerwerkskörpern zu schweren Verletzungen führt, ist allgemein bekannt. Das gilt erst recht, wenn der Täter wie hier so damit hantiert, dass dem Betroffenen keinerlei Reaktions- und Fluchtmöglichkeit offen bleibt. Der gekündigte Arbeitnehmer war immerhin 15 Jahre bei seinem Arbeitgeber beschäftigt und 41 Jahre alt.

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